Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien Ausgabe 1/2020 der Fachzeitschrift BPJMAKTUELL erschienen

Die Ausgabe 1/2020 der Fachzeitschrift BPJMAKTUELL widmet sich schwerpunktmäßig einerseits der Jahresstatistik 2019 und andererseits medialen Darstellungen und dem Nahelegen selbstschädigenden Verhaltens.

Die Jahresstatistik 2019 bildet die Spruchpraxis der BPjM im zurückliegenden Jahr anhand von verschiedenen Parametern statistisch ab. So gibt sie Aufschluss über die durchgeführten Verfahren, die geprüften Medienarten und zu den Gründen für die Aufnahme oder den Verbleib von Träger- und Telemedien in der Liste der jugendgefährdenden Medien (Indizierungsgründe) im Jahr 2019.

Zu den Indizierungsgründen zählt auch das Nahelegen von selbstschädigendem Verhalten. War selbstschädigendes Verhalten in der bisherigen Spruchpraxis der BPjM ein Thema, was überwiegend in Foren vertreten war, ist in den Prüfverfahren zunehmend eine jugendaffine Verbreitung entsprechender Inhalte über Soziale Medien festzustellen.

Im ersten Beitrag zum Schwerpunktthema stellt Prof. Dr. med. Hellmuth Braun-Scharm zunächst aus psychiatrischer Sicht die unterschiedlichen Formen und Störungsbilder selbstschädigenden Verhaltens überblicksartig vor.

Daran anschließend wird in einem zweiten Beitrag zum Schwerpunktthema die hohe Prävalenzrate für das Auftreten selbstschädigenden Verhaltens und das Interesse an den entsprechenden Medieninhalten durch spezifische Entwicklungsaufgaben in der Adoleszenz erklärt. Der Beitrag enthält neben einem Einblick in die Spruchpraxis der BPjM zum Nahelegen selbstschädigenden Verhaltens auch Hinweise und weitere Informationsmöglichkeiten zum Thema für Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen, Interessierte und Ratsuchende.

Die Rubrik zur aktuellen Spruchpraxis beinhaltet ausgewählte Entscheidungen und Verfahren der BPjM aus dem 4. Quartal 2019 und dem 1. Quartal 2020 sowie einen kurzen Überblick über die vom Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) bestätigte Indizierung der CD „Sonny Black“ des Interpreten Bushido vom Oktober 2019.

Die Rubrik „ZUKUNFTSWERKSTATT“ informiert über die Veröffentlichung des Gefährdungsatlas als erstes im Rahmen der ZUKUNFTSWERKSTATT erarbeitetes Produkt. Informationen zum Gefährdungsatlas sowie die Downloadmöglichkeit finden Sie hier.

Des Weiteren wird der Fortgang des Strategieprozesses „Digitales Aufwachsen. Vom Kind aus denken. Zukunftssicher handeln.“ erläutert. Berichtet wird über die zwei ExpertInnen-Workshops zu den Themen „Sexuelle Selbstbestimmung im digitalen Wandel“ vom 12. November 2019 und „Identität und Datensouveränität angesichts der Digitalisierung“ vom 2. Dezember 2019.

Der Beitrag in der Rubrik „Wissenswert“ knüpft an das Schwerpunktthema an. Patrizia Barth von der Initiative „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ nimmt Bezug auf medial transportierte Stereotype zum Körperbild und zeigt die Gefahren der in den Medien dargestellten Ideale für Heranwachsende auf und gibt Hinweise, wie Eltern und Bezugspersonen mit Kindern und Jugendlichen die abgebildeten Schönheitsideale reflektieren können.

Die Online-Beiträge finden Sie hier.