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19.04.2018

BPjM bei #medienimpuls: Zukunftswerkstatt als Rahmen für die gemeinsame Verantwortungsübernahme aller Akteure für die Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes

Veranstaltung #medienimpuls der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) und der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) in Berlin Bild: FSF

 „Die besonderen Anforderungen an einen wirkungsvollen Jugendmedienschutz liegen im Spannungsfeld zwischen Schutz von Kindern und Jugendlichen durch Abschirmen vor Risiken und der Ermöglichung von Teilhabe durch Befähigung.“

So heißt es in der Zielvereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) vom Juli 2017.

Die Umsetzung dieser Anforderungen in einen Strategieprozess erfolgt in dem Format einer Zukunftswerkstatt. Die Intention und die Chancen dieser Zukunftswerkstatt hat die Vorsitzende der Bundesprüfstelle, Martina Hannak, am 17.04.2017 bei der Veranstaltung #medienimpuls der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) und der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) in Berlin dargestellt und betont, dass die Zukunftswerkstatt die Vernetzung der zahlreichen Akteure und Initiativen im Rahmen des Jugendmedienschutzes anstrebe.

Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene gibt es zahlreiche Programme und Projekte verschiedener Akteure und Initiativen, die dem Kinder- und Jugendmedienschutz dienen. Es gilt das Potential jedes einzelnen Akteurs in einem engen Austausch zu nutzen, um Synergien zu erzeugen und interdisziplinäre Expertise aus- und aufzubauen. Zugleich ist die Verantwortungsübernahme der Anbieter unabdingbar. Die Zukunftswerkstatt der BPjM wird diesen gemeinsamen Prozess begleiten und dadurch den Raum für Diskurs, innovative Ideenentwicklung und Vernetzung anbieten.

Zudem stehe auch die Einbeziehung der Perspektive von Kindern und Jugendlichen im Fokus des Strategieprozesses in der Zukunftswerkstatt, deren Leitbild die Anforderung der VN-Kinderrechtskonvention ist: Die Realisierung von Schutz, Teilhabe und Förderung in Bezug auf ein gutes Aufwachsen mit Medien. Dies kann nur gelingen, wenn sich die Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes eng an den Zielgruppen orientiert, auf die es ankommt: an den Familien, den Heranwachsenden, deren Eltern und medienpädagogisch Tätigen. Jugendmedienschutz muss vom Kind und von den Eltern aus gedacht werden.

Vor diesem Hintergrund ist der von der FSM herausgegebene und auf der Veranstaltung vorgestellte „Jugendmedienschutzindex“ ein wertvoller Beitrag, um den vor- Ort- Bedarf von Anfang an mitzudenken. Die Vorsitzende der BPjM betonte auch die Bedeutung der Jugendhilfe für den Prozess der Weiterentwicklung.

Neben der Fokussierung auf den Bedarf derjenigen, die es angeht, ist für ein gutes Aufwachsen mit Medien eine dezidierte Erhebung der Gefährdungslage von hoher Bedeutung. Bezugsgröße für die Definition von Gefahren sind die für den Kinder- und Jugendmedienschutz relevanten Schutzgüter. Im Zeitalter der Digitalisierung sind diese möglicherweise neu zu denken, um den spezifischen Risiken und Gefahren wirkungsvoll begegnen zu können. Beidem dient die Erstellung eines „Gefährdungsatlas“ im Rahmen der Zukunftswerkstatt.

Die Bewältigung dieser Herausforderungen vor dem Hintergrund der allgegenwärtigen Mediennutzung und damit auch allgegenwärtigen Risiken, die die stetige Mediennutzung mit sich bringt, kann nur gemeinsam in einem Dialogprozess mit der gesamten Verantwortungsgemeinschaft für den Kinder- und Jugendmedienschutz erreicht werden, um auf diesem Weg zu einem intelligenten Risikomanagement zu kommen.

Im Ergebnis muss es gelingen, dass durch eine kluge und dauerhafte Strategie die Chancen der Digitalisierung die Risiken überwiegen.

Quelle Bildangabe: https://twitter.com/FSFBerlin/status/986561858885779456