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18.07.2017

Startschuss für neuen Fachbereich bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) – Schutzauftrag der BPjM wird auch im digitalen Zeitalter verwirklicht!

BPjM-Pressemitteilung vom 18. Juli 2017

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley und die Vorsitzende der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM), Martina Hannak-Meinke, mit der unterschriebenen Zielvereinbarung (Foto: BMFSFJ) Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley und die Vorsitzende der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM), Martina Hannak-Meinke, mit der unterschriebenen Zielvereinbarung (Foto: BMFSFJ)

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley und die Vorsitzende der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien Martina Hannak-Meinke haben heute eine Zielvereinbarung geschlossen, um den Auftrag der BPjM im Sinne der Herausforderungen des Kinder- und Jugendschutzes im digitalen Zeitalter zukunftsfähig zu gestalten. Hierzu wurde ein neuer Fachbereich mit dem Titel „Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes, Prävention, Öffentlichkeitsarbeit“ eingerichtet.

Die Bundesprüfstelle hat nach dem Jugendschutzgesetz (JuSchG) den Auftrag, Kinder und Jugendliche vor Medien zu schützen, die einen jugendgefährdenden Inhalt haben, in dem diese in die Liste jugendgefährdender Medien aufgenommen werden (Indizierung). Hiermit gehen umfangreiche Verbreitungs- und Werbebeschränkungen einher.

Jugendgefährdende Kommunikation in Sozialen Medien

Jugendgefährdende Inhalte werden in einem digitalisierten und mobilen Lebensumfeld sehr schnell verbreitet und Teil von Interaktion und Kommunikation in Sozialen Netzwerken. Die Vorsitzende der Bundesprüfstelle Martina Hannak-Meinke weist darauf hin, dass bei der Verwirklichung von Kommunikationsrisiken wie z.B. Mobbing, Grooming, Radikalisierungsprozessen oder Challenges zum selbstverletzenden Verhalten, jugendgefährdende Inhalte sowohl eingesetzt als auch generiert werden.

„Vor diesem Hintergrund müssen wir die Erkenntnisse aus unserer Spruchpraxis und deren wissenschaftlichen Grundlagen noch viel stärker für die Präventions- und Aufklärungsarbeit nutzbar machen und öffentlich vermitteln“, so Martina Hannak-Meinke.

Wie ein aktuelles Monitoring von jugendschutz.net zur Begegnung von Kommunikationsrisiken zeigt, sind Schutzmaßnahmen hiergegen noch unzureichend und sowohl gesetzliche wie untergesetzliche Maßnahmen zur Modernisierung des Jugendmedienschutzes notwendig.

Hierzu will die BPjM einen Beitrag leisten, wie ihre Vorsitzende betont: „Mit dem neuen Fachbereich richten wir den Fokus sehr zielgerichtet auf einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes, auf Prävention und auf die Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit. Mit dieser organisatorischen Maßnahme haben wir den Grundstein gelegt, um auf der Grundlage des gesetzlichen Auftrages der BPjM den aktuellen und künftigen Herausforderungen an einen zukunftsfähigen Jugendmedienschutz kreativ begegnen zu können. “

Konzertiertes Vorgehen aller Akteure der Verantwortungsgemeinschaft Jugendmedienschutz

Der Abschluss der Zielvereinbarung zwischen BMFSFJ und BPjM hinsichtlich der gemeinsamen fachlich-inhaltlichen Strategieplanung ist auch ein Signal, dass ein abgestimmtes Vorgehen unter Beachtung der Zuständigkeiten und Möglichkeiten der vielfältigen Akteure des Kinder- und Jugendmedienschutzes der richtige Weg ist, um hinsichtlich eines guten Aufwachsens mit Medien für Kinder und Jugendliche die Risiken zu minimieren und die Chancen zu stärken. „Jugendmedienschutz im digitalen, mobilen und grenzüberschreitenden Zeitalter kann nur funktionieren, wenn alle gesellschaftlichen Kräfte zusammenarbeiten. Der BPjM kommt hier eine zentrale Rolle zu. Es wird ihre Aufgabe sein, alle entscheidenden Akteure – wie etwa Plattformbetreiber, die Medienaufsicht aber auch Technik und Wissenschaft - in feste Dialogformate zusammenzuführen und einzubinden.“ so Bundesjugendministerin Dr. Katarina Barley.

In diesem Sinne wird die BPjM fortfahren und mit dem Aufbau des neuen Fachbereichs bereits bestehende Vernetzungsstrukturen nutzen und erweitern!