Boulevard11.DORTMUNDER HERBST vom 05. bis 09. Oktober 2011, der Consumenta Nürnberg 2011 vom 26. Oktober bis 1. November 2011 und am „Stuttgarter Messeherbst“ in Halle 4, „Hobby&Elektronik“ vom 17.11.2011 bis 20.11.2011: Auf diesen drei Verbrauchermessen hat sich die Bundesprüfstelle erstmalig gemeinsam mit der Info- und Verkaufsschau „GAMES FOR FAMILIES“ vorgestellt, die kind- und familiengerechte Spiele für Computer und Konsolen präsentiert. Kindern, Eltern und anderen Erziehenden wurde Gelegenheit gegeben, sich neben dem Kennenlernen und Ausprobieren der Messeneuheiten über Fragen des Jugendmedienschutzes zu informieren. Dazu hat die Bundesprüfstelle ihr bereits bewährtes Konzept „BPjM-Quiz“ aktualisiert. Die richtige Beantwortung von Fragen zu den Aufgaben und der Arbeitsweise der Bundesprüfstelle wurde in den mehrfach am Tag stattfindenden Verlosungen mit attraktiven Preisen belohnt.
Neben einem sich maßgeblich an Erziehende und ältere Jugendliche richtenden Quizbogen wurde in Nürnberg und Stuttgart zum ersten Mal ein „Quiz for Kids“ angeboten, um alle Altersgruppen gleichermaßen für den Jugendmedienschutz zu sensibilisieren. Der große Erfolg des „BPjM-Quiz“ insgesamt, insbesondere aber auch des neuen Kindergewinnspiels, zeigt sich an den Ergebnissen: Allein während der viertägigen Messe „Hobby&Elektronik“ in Stuttgart unterzogen sich 435 Erwachsene und 221 Kinder dem Wissenstest. Ganze Schulklassen rätselten gemeinsam, was die Abkürzung „BPjM“ bedeutet, was für Folgen es hat, wenn ein Spiel einen gelben Aufkleber trägt und welche Spielzeit ein 8jähriges Kind täglich nicht überschreiten sollte.
Außerordentlich gut informiert zeigten sich die Kinder, als es um den Umgang mit ihrer privaten Adresse und Telefonnummer z.B. beim Chatten ging. Alle Teilnehmenden gaben völlig richtig an, dass sie im Internet auf keinen Fall ihre Daten herausgeben würden. Sehr gute Kenntnisse zeigten die Kinder auch, als sie gefragt wurden, welche Computerspiele nach ihrer Meinung für sie gefährlich sein können: „Ballerspiele“, „Spiele, wo Blut spritzt“, „laut Politiker Gewalt und Sexspiele“, „Kampfspiele, Krieg, Gewalt“, „Spiele, die für das Alter der Kinder nicht geeignet sind“, „Spiele ab 12 manchmal“, „Gewalt und Drogen verherrlichende Spiele“, „Spiele, die süchtig machen“ und „Ich denke, dass Ego-Shooter gefährlich werden können, weil sie denken, sie müssten es nachmachen“ sind dabei nur ein kleiner Ausschnitt der bemerkenswert problembewussten Antworten.
Jugendliche und Erwachsene nutzten vielfach die Möglichkeit, die Broschüre „Jugendmedienschutz – Aufgaben und Arbeitsweise der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ zur Beantwortung der Quiz-Fragen zu Rate zu ziehen. So erfuhren sie, dass Gründe wie zum Beispiel die Verherrlichung des Nationalsozialismus, Gewaltverherrlichung oder Frauendiskriminierung zu einer Indizierung führen. Nicht die Mitarbeitenden der BPjM entscheiden dabei über die Indizierung jugendgefährdender Medien, sondern das mit ehrenamtlichen Beisitzern besetzte 12er- und 3er-Gremium. Vielen Interessierten war auch nicht bekannt, dass indizierte Medien zwar an Minderjährige nicht abgegeben werden dürfen, der Handel sie an Erwachsene aber durchaus verkaufen oder vermieten kann. Die Broschüren „Computerspiele – 20 Fragen und Antworten zu gesetzlichen Regelungen und zur Medienerziehung“ und „Wegweiser Jugendmedienschutz“ fanden vor allem rege Nachfrage bei Eltern und anderen Erziehenden, die den Stand der Bundesprüfstelle aufsuchten, um sich über Fragen des Jugendschutzes bei Computerspielen zu informieren.
Der Messeauftritt der Bundesprüfstelle war mit seinem Quiz darüber hinaus jeweils in den „Parcours“-Bereich der Info- und Verkaufsschau „GAMES FOR FAMILIES“ integriert. Dies sorgte zusätzlich für sehr gute Frequentierung des Messestands. Einzelspieler oder Familien-Teams von Messebesuchern absolvierten in Form eines „Parcours“ an verschiedenen Stationen abwechselnd Sport- und Bewegungsspiele und Wissenstests. Gerne führten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bundesprüfstelle auch Diskussionen zu Themen des Jugendmedienschutzes auf der Bühne des Bereichs „Games, Fun & Family“.
Nach allen drei Verbrauchermessen war festzustellen, dass das rege Interesse, das Kinder, Jugendliche und Erwachsene an der Arbeit der Bundesprüfstelle entwickelten sowie das positive Echo auf die informativen Broschüren, die unter „Publikationen“ auch auf dieser Homepage zu finden sind, für die Bundesprüfstelle als großer Erfolg zu werten sind.