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Konsequenzen der Nichtbeachtung der Beschränkungen für indizierte Trägermedien

Strafbarkeit von Verstößen

Wer gegen die Abgabe-, Präsentations-, Verbreitungs-, Vertriebs- und Werbebeschränkungen des § 15 JuSchG verstößt, macht sich strafbar! Ein Verstoß kann mit Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden. Strafbar ist nicht nur vorsätzliches, sondern auch fahrlässiges Handeln. Vorsätzlich handelt, wer bewusst und willentlich gegen das Gesetz verstößt. Fahrlässig handelt, wer bei genügender Sorgfalt hätte erkennen können, dass das Medium, das er verbreitet, indiziert oder schwer jugendgefährdend ist. Die Strafverfolgung ist Aufgabe von Polizei und Staatsanwaltschaften.

 

Elternrecht und Jugendschutz

Diese Strafvorschriften finden keine Anwendung, wenn Eltern oder sonstige Personensorgeberechtigte das Medium einem Kind oder einer jugendlichen Person anbieten, überlassen oder zugänglich machen. Die enge Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern gestattet es in besonderem Maße, Medienkompetenz zu vermitteln. Zur Medienerziehung gehört auch, dass sich Eltern mit ihren Kindern über jugendgefährdende Inhalte auseinandersetzen. Dieses Privileg findet seine Grenzen, sobald Eltern durch das Zugänglichmachen gegen ihre Erziehungspflicht verstoßen.