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Printmedien und Tonträger

Eine Alterskennzeichnung gibt es weder für Musik- und andere Tonaufnahmen noch für Printmedien wie z.B. Zeitungen, Magazine, Comics, Plakate oder Bücher.

Sofern Bürgerinnen und Bürger die Inhalte von Presseerzeugnissen oder die redaktionellen Inhalte von Online-Diensten für problematisch halten, so können sie sich an den Deutschen Presserat wenden. Der Deutsche Presserat ist eine Organisation der freiwilligen Selbstkontrolle der Printmedien, in der sich verschiedene Verleger- und Journalistenorganisationen zusammengeschlossen haben. Er prüft die eingehenden Beschwerden anhand des Pressekodexes und spricht, wenn die Beschwerden begründet sind, Missbilligungen und Rügen aus.

Über Beschwerden bezüglich Werbung entscheidet der Deutsche Werberat als freiwilliges Selbstkontrollorgan der Werbewirtschaft. Werden beanstandete Werbemaßnahmen nicht abgestellt, so veröffentlicht der Werberat die Beanstandungen.

Musik- und andere Tonaufnahmen sowie Printmedien jeglicher Art können, sofern sie jugendgefährdend sind, auf Antrag oder Anregung einer antrags- oder anregungsberechtigten Stelle von der BPjM in die Liste jugendgefährdender Medien aufgenommen (indiziert) werden.

Strafrechtlich relevante Inhalte dürfen auch in Printmedien und auf Tonträgern nicht verbreitet werden. Schwer jugendgefährdende Inhalte, die nicht strafrechtlich relevant sind sowie indizierte Medien bleiben Erwachsenen zugänglich.