Service-Angebote
Inhaltsbereich
Peer Leadership Training: Schüler gegen Rechtsextremismus
Als Peer Leader werden in der Regel Jugendliche bezeichnet, die in ihren Gruppen Gleichaltriger - etwa in Schulklassen oder Ausbildungs-Jahrgängen - eine natürliche Autorität und Respekt genießen. Das kann aus ihrem natürlichen Auftreten, ihrem Selbstbewusstsein und/oder Charisma resultieren und muss nicht zwangsläufig auf ihrer überlegenen Intelligenz basieren.
Jugendliche lernen am besten von anderen Jugendlichen. Sie wirken oft authentischer auf ihre Altersgenossen. Sie sind im Besitz von Primärwissen über Themen, Fragen und Gedanken ihrer Altersklasse. Gleichzeitig erhöht ihre Vertrautheit mit dem sprachlichen Code ihrer Generation ihre Glaubwürdigkeit. Gelingt es also, einen Peer Leader von Inhalten und Prinzipien zu überzeugen, so dass er sie verinnerlicht, so wirkt der Peer Leader als Multiplikator/in mit dem Vorteil größerer Authentizität.
Im Peer Leader Training lernen die Peer Leader Methoden und Übungen, um Diskussionen mit Gleichaltrigen zu führen und Kompetenzen in den spezifischen RAA - Themengebieten zu entwickeln:
- Interkulturelle Kompetenz und Gendermainstreaming
- Rechtsextremismus und (rechts)extremistische Ideologien
- Asyl und Migration
- Konflikt- und Gewaltlösungsstrategien
- Diskriminierung und Rassismus
- Demokratie und Zivilgesellschaft
- Globalisierung und Gerechtigkeit
Das Trainingsprogramm ist eine Ausbildung für Jugendliche. Über die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten der Jugendlichen sowie ihre praktische Anwendung während des Programms wird ein entsprechendes Zeugnis (Qualipass, Jugendleiterausweis) ausgestellt.
Ziel der intensiven Förderung des Peer Leader Trainingsprogramms ist die Aktivierung einer großen Zahl von Jugendlichen. Diese sollen sich für Projekte gegen Rechtsextremismus und soziale Ausgrenzung, zur Respektierung und Integration von Minderheiten, zur Förderung von Eigeninitiative und demokratischem Handeln in ihren Schulen, Ausbildungs- und zukünftigen Berufsfeldern einsetzen.
Das Projekt wird gefördert durch XENOS - Leben und Arbeiten in Vielfalt (das aus dem Europäischen Sozialfonds geförderte Bundesprogramm), durch das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung sowie durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.


