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Kampagne "Wölfe im Schafspelz" - Dreht euren TV-Spot gegen Rechtsextremismus!
Kinder und Jugendliche sind mit die wichtigste Zielgruppe der Rechtsextremisten. Dahinter steckt die Annahme, dass sie noch keine feste politische Überzeugung herausgebildet haben und von daher relativ leicht zu beeinflussen sind. Musik-CDs und das Internet werden bereits seit langem als Transportmittel für rechtsextremistische Propaganda genutzt. Mit Klingeltönen, MP3s, Hintergrundbildern, Logos und Funvideos will die rechte Szene neuerdings auch das Jugendmedium Handy besetzen. In Jugendeinrichtungen und auf Schulhöfen wird überdies versucht, persönliche Kontakte zu knüpfen. Dabei treten die geistigen Brandstifter häufig als "Wölfe im Schafspelz" auf: Bomberjacken und Springerstiefel gehören der Vergangenheit an. Man trägt normale Klamotten, gibt sich harmlos und hilfsbereit.
"Wölfe im Schafspelz" hieß deshalb eine Informations- und Aufklärungskampagne der "Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes", die sich an Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen wandte. Die Kampagne wollte auf neue Formen der Anwerbung durch rechtsextreme Gruppierungen aufmerksam machen und zugleich zur selbstständigen Beschäftigung mit dem Thema anregen. Zentraler Baustein der Aktion war das Medienpaket "Wölfe im Schafspelz", das aus einem Spielfilm, einer filmischen Dokumentation und zahlreichen Begleitmaterialien für den Einsatz im Unterricht bestand.
"Zivilfahnder sucht Filmemacher! - Dreht euren Spot und nehmt den Rechtsextremisten die Maske vom Gesicht" mit diesem Slogan wurde der große TV-Spot-Wettbewerb für alle die schon 13 und noch keine 18 sind eingeläutet. Der "Zivilfahnder" ist in diesem Fall Till Demtrøder, der in der TV-Serie "Großstadtrevier" den Hamburger Kiez-Polizisten Henning Schulz spielt und die Kampagne "Wölfe im Schafspelz" unterstützt. "Filmemachen ist kein Hexenwerk. Wer ein paar Regeln beachtet, erzielt ein professionelles Ergebnis", meint er und hat in 10 Punkten zusammengefasst, was auf dem Wege zum perfekten Spot zu beachten ist. Damit waren auch Film-Erstlinge in der Lage, den geforderten TV-Spot von maximal 60 Sekunden zu drehen. Wichtig war, dass das Thema "Gegen Rechtsextremismus und seine neuen Erscheinungsformen" kurz und prägnant ins Bild gesetzt wurde. Außerdem musste der Spot selber erdacht und realisiert werden - wobei die Unterstützung Erwachsener in Anspruch genommen werden konnte.
Die Kampagne "Wölfe im Schafspelz" wird von "Schau hin!" unterstützt - der gemeinsamen Aktion des Bundesfamilienministeriums und seiner Partner Arcor, ARD und ZDF sowie TV Spielfilm zur Stärkung der Medienkompetenz von Eltern 3- bis 13-jähriger Kinder.
Die Gewinner des Kreativwettbewerbs "Wölfe im Schafspelz" stehen fest:
1. Platz:
"Früher ging es uns allen besser!"
Schülerinnen und Schüler des sozialwissenschaftlichen Kurses 10 der Realschule Halden, Hagen
Gewinn: Neuverfilmung des Spots durch ein professionelles Filmteam und 1.000,-€ für die Klassenkasse
2. Platz:
"Peter und der Wolf"
CU-TV Medien AG der Karl-Fries-Schule Bendorf
Gewinn: Ein Drehtag mit Till Demtrøder in Hamburg
3. Platz:
"Kaufen Sie drei, bezahlen Sie drei!"
Video-AG des Engelbert-Kämpfer-Gymnasiums Lemgo
Gewinn: Ein Kinotag mit Besuch einer Vorstellung und Blick hinter die Kulissen
Sonderpreis:
"Nicht tanzen, maschieren!"
Klasse 10a des Spohn-Gymnasiums Ravensburg
Gewinn: 500,-€ für die Klassenkasse


