Tipps für Erziehende: Mobbing - Cyber-Bullying
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- Glauben Sie dem Opfer!
Kinder und Jugendliche sollen ermutigt werden, jemanden von den Mobbingvorfällen zu erzählen:
- einem Erwachsenen, dem sie vertrauen (z.B. Eltern oder Betreuer)
- einer Beratungsstelle wie dem Kinder- und Jugendtelefon (www.kinderundjugendtelefon.de)
- dem Diensteanbieter - nähere Informationen auf seiner Webseite (z.B. schuelerVZ)
- Lehrerinnen/Lehrer oder Anti-Bullying-Verantwortlichen/Mobbing-Beauftragten
- Schützen Sie das Opfer! Hinschauen und Handeln!
Nicht einfach nur zusehen - das Opfer unterstützen!
- Raten Sie den Kindern und Jugendlichen, dass sie sich nicht rächen sollen:
Zahle niemandem etwas heim/antworte nicht - Du könntest die Dinge nur noch verschlimmern. - Eltern sollten die Schule kontaktieren, wenn ein/e andere/r Schülerin oder Schüler involviert ist und der Schule zunächst vertrauen, dass sie angemessene Maßnahmen ergreift.
- Sammeln Sie Beweise wie beleidigende Textnachrichten und Online-Konversationen! Unterstützen Sie Ihr Kind, dies zu tun. Lernen und lehren Sie, wie beleidigende Nachrichten, Bilder und Online-Konversationen gespeichert werden können.
- Aktivieren Sie Hilfsmittel und Sicherheitseinrichtungen, die der Diensteanbieter zur Verfügung stellt.
- Vermitteln Sie den Kindern und Jugendlichen: Blocke und melde Mobber -
Lerne, wie du jemanden, der sich online schlecht verhält, blocken und melden kannst.
- Das sollten Sie unterlassen!
- Die Schuld bei ihrem Kind suchen. Jedes Kind ist liebenswert. Machen Sie nicht nur Ihrem Kind, sondern auch den Lehrern unmissverständlich klar, dass Sie nicht bereit sind, das Mobbing zu akzeptieren.
- Mit den Eltern der Täter reden. Die meisten Eltern schützen ihr Kind und billigen so sein aggressives Verhalten. Selbst wenn sie es bestrafen, wirkt sich das in aller Regel negativ auf das Opfer aus.
- Mit den Tätern reden. Das zeigt den "Mobbern", dass sich Ihr Kind nicht wehren kann - Sie schwächen damit die Position Ihres Kindes.
- Werden Sie präventiv tätig! Vermitteln Sie Ihren Kindern: "Think before you post"
- Respektiere die anderen
Gib Acht, was du online sagst und welche Bilder du verschickst. - Denke nach bevor du etwas verschickst
Was immer du verschickst, kann sehr schnell veröffentlicht werden und könnte für immer online bleiben. - Behandle dein Passwort wie deine Zahnbürste
Behalte es für dich! Und gib deine Handynummer und Adresse nur guten Freunden.
Reden Sie mit Ihrem Kind - Verstehen Sie, in welcher Art und Weise es das Internet und sein Handy nutzt.
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Tipps für Lehrerinnen und Lehrer
- Es gibt drei Mythen zum Mobbing. Lassen Sie sich nicht von ihnen beinflussen:
- Mythos 1
„An unserer Schule gibt es kein Mobbing“[1] - Mythos 2
„Mag sein, dass Mobbing an unserer Schule vorkommt, aber es ist harmlos“[2] - Mythos 3
„Als Lehrer(in) kann ich nichts unternehmen gegen Mobbing“[3]
- Die Lösung heißt: „Hinschauen und Handeln!“[4]
Dabei sollte allerdings nicht nur der einzelne Mobbingfall bearbeitet werden, sondern er sollte Anlass sein, Mobbing- und Gewaltprävention zu etablieren.
- Beachten Sie: Mobbing ist ein Problem, das im Verantwortungsbereich der Schule liegt
Anti-Mobbing-Leitlinien aufstellen.
An der Schule eine "Erzählkultur" und eine Kultur der Unterstützung aufbauen.
Schüler müssen wissen, dass Ihnen geholfen wird, egal wen sie ansprechen. - Nehmen Sie Mobbing in Ihren Schulklassen zur Kenntnis!
Seien Sie achtsam - ein Kind oder Jugendlicher kann über Handy- und Internettechnologie mobben, wie es auch das Opfer eines solchen Mobbings sein kann.
Seien Sie achtsam, wenn ein Kind oder Jugendlicher nach der Nutzung des Internets oder des Handys verstört erscheint. - Akute Maßnahmen
Mobbingopfer brauchen sofort Unterstützung, Einschaltung der/s Mobbing-Beauftragten - Präventive Maßnahmen
Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler
Sensibilisierung der Eltern, beispielsweise auf Elterninformationstagen
Aufbau einer Feedbackkultur an der Schule
Aufbau einer konstruktiven Konfliktkultur und eines wertschätzenden Klimas an der Schule
- gemeinsam vereinbarte Regeln zum sozialen Umgang,
- "Charta gegen Mobbing und Gewalt",
- gemeinsam erarbeitete Klassenregeln, regelmäßiger Klassenrat,
- Projekte zum sozialen Lernen, Etablierung von Streitschlichtung,
- Fortbildung der Lehrkräfte zu den Themen Beziehungsgestaltung, Mobbing und Gewaltprävention,
- kreative Beteiligungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung der Schule.
Quellen: