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Titelbild der Rubrik: Jugendmedienschutz: Medienerziehung

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Chatten: Was können Eltern tun?

  • Nehmen Sie an den Chat-Erfahrungen Ihrer Kinder Anteil
    Dass Kinder nicht ständig beobachtet und kontrolliert werden wollen, ist normal. Doch sollten Sie die Chaträume kennen, in denen sich ihr Kind aufhält. Nehmen Sie von Zeit zu Zeit an den Chat-Aktivitäten ihres Kindes teil, zeigen Sie Interesse daran, was es dort tut, was es fasziniert und mit wem es sich unterhält.

  • Checken Sie den Chat, in dem Ihr Kind sich aufhalten möchte
    Beobachten Sie, ob und wie im Chat auf Verstöße reagiert wird, wie der Moderierende agiert und ob es Hilfen wie Alarm-Buttons gibt.

  • Suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind geeignete Chats
    Je nach Alter und Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen sind unterschiedliche Chats geeignet. Suchen Sie sie gemeinsam aus. Insbesondere Kinder bis zu 12 Jahren sollten ausschließlich vereinbarte Kinder-Chats nutzen. Auf der Seite "Klicksafe.de" und in der Broschüre "Chatten ohne Risiko" finden Sie Hinweise auf sichere Chats. Adressen der Chats, die Sie mit Ihrem Kind ausgewählt haben, können Sie in die Favoriten- oder Linkliste eintragen.

  • Besprechen und vereinbaren Sie mit Ihrem Kind Sicherheitsregeln
    Sprechen Sie mit Ihrem Kind  über die Risiken, die von Chats ausgehen können: Machen Sie ihm deutlich, dass die Chat-Partnerin oder der Chat-Partner oft nicht die Person ist, als die sie sich ausgibt und vielleicht sogar mit üblen Absichten Kontakt zu Kindern aufnimmt. Erklären Sie Ihrem Kind dem Alter entsprechend, was es im Chat beachten muss und wie es bei Problemen verfahren soll. Vermitteln Sie ihm vor allem die wichtigste Regel: Kinder sollten sich niemals mit Chat-Bekanntschaften treffen! Und Jugendliche sollten niemals alleine zu solchen Treffen gehen! Nutzen Sie den "Spickzettel für Kinder(externer Link) bzw. den "Spickzettel für Jugendliche" (externer Link) um Ihren Kindern die wichtigsten Regeln zu vermitteln. Die Spickzettel finden Sie in der Broschüre "Chatten ohne Risiko", die Sie als pdf-Datei herunterladen können, oder auf der Seite "Klicksafe.de".

  • Beschränken Sie die Chat-Zeit Ihres Kindes
    Wie auch bei anderen Formen der Mediennutzung so sollte auch der Aufenthalt in Chatrooms zeitlich begrenzt sein. Treffen Sie Vereinbarungen mit Ihrem Kind, wie lange es wo und mit wem chatten darf. Die virtuelle Welt darf das reale Leben nicht ersetzen, Freunde im Chat dürfen nicht die Freunde im realen Leben verdrängen.

  • Seien Sie offen für Probleme Ihres Kindes
    Anzügliche Anmache oder pornografische Materialien sind für Kinder oft schwer zu verarbeiten. Signalisieren Sie Ihrem Kind, dass Sie offen für seine Probleme sind. Vermeiden Sie gerade im Falle von sexueller Belästigung Schuldzuweisungen, auch wenn das Kind nicht alle Regeln eingehalten haben sollte.

  • Auch im Chat gelten Regeln und Gesetze. Melden Sie Verstöße!
    Im Chat lassen sich Spuren zurückverfolgen und Täter ermitteln. Sie können Beweismittel z.B. per Screenshot* sichern. Melden Sie Verstöße an den Chat-Betreiber, an jugendschutz.net und/ oder an die Polizei. (* Screenshot: Durch gleichzeitiges Drücken der "Alt" und "Druck"-Tasten ein Abbild des Chat-Fensters erstellen. Dieses Abbild durch "Strg+V" in Word oder ein Grafikprogramm einfügen und abspeichern.)

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