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Titelbild der Rubrik: Jugendmedienschutz: Medienerziehung

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Ist es problematisch, wenn mein Kind häufig gewalthaltige Spiele spielt?

Gewalthaltige Computerspiele können aggresive Tendenzen verstärken
Medien alleine sind keine Ursache gewalttätigen Verhaltens. Aber wissenschaftliche Untersuchen haben festgestellt: Die Ausbildung einer aggressiven Persönlichkeit und die Nutzung gewalthaltiger Computerspiele bedingen sich gegenseitig. Im Zeitverlauf summieren sich die geringen bis mittelstarken kurzfristigen Effekte der Nutzung gewalthaltiger Computerspiele über die große Anzahl einzelner Spielesitzungen auf und stabilisieren auf diese Weise aggressiv verzerrte Gedankenstrukturen und Gefühle der Nutzer. Dies wiederum begünstigt aggressives Verhalten, aber auch eine Minderung des mitfühlenden Verhaltens.
Die Nutzung gewalthaltiger Computerspiele kann besonders bei den Jugendlichen aggressives und gewalttätiges Verhalten hervorrufen, die in einem gewalttätigen sozialen Umfeld aufwachsen und entsprechende Persönlichkeitseigenschaften besitzen. Auch die Häufigkeit der Spielnutzung sowie die Art der Gewaltdarstellungen in den genutzten Computerspielen haben Einfluss auf die Entstehung aggressiven und gewalttätigen Verhaltens.

Computerspielnutzung von Kindern und Jugendlichen: Auf die Altersfreigaben der Spiele achten
Um Gefährdungen und Beeinträchtigungen für die Entwicklung Ihres Kindes zu vermeiden, sollten Sie deshalb dafür Sorge tragen, dass es nur die Spiele spielt, die für sein Alter freigegeben und mit einem entsprechenden Alterskennzeichen der USK versehen sind. Die Prüfung, für welche Altersstufe Computer- und Konsolenspiele freigegeben werden, führt die Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle (USK) durch. Die Obersten Landesjugendbehörden benennen einen Ständigen Vertreter, der im Begutachtungsverfahren mitwirkt und schließlich auf der Grundlage der Empfehlungen des Prüfgremiums die rechtlich verbindliche Altersfreigabe erteilt. Computerspiele, die keine Alterskennzeichen der USK tragen, können jugendgefährdend und von der Bundesprüfstelle indiziert sein (vgl. Wegweiser-Jugendmedienschutz/PC-und-Konsolenspiele). Die Bundesprüfstelle entscheidet auf Antrag oder Anregung durch ein 12er-Gremium, in Fällen offensichtlicher Jugendgefährdung durch ein 3er-Gremium. Bei allen Entscheidungen der Gremien sind die verschiedenen Gruppen unserer pluralistischen Gesellschaft vertreten.

Interesse zeigen und über Computerspiele reden
Darüber hinaus ist aus pädagogischer Sicht das elterliche Interesse an den Spielewelten des Kindes bzw. Jugendlichen und die auf das Spiel bezogene - nicht abwertende - Kommunikation mit ihnen auch die erfolgreichste Möglichkeit, durch Computerspielnutzung entstehende Probleme zu vermeiden. Ihr Kind wird sich über Ihr Interesse freuen und Ihnen sicherlich gerne sein Spiel erläutern.
Shooter sind Spiele, bei denen es darum geht, meistens menschliche, aber auch andere Lebewesen abzuschießen. Wenn Shooter online gespielt werden, ist die Motivation der Spieler nicht immer gleich. Bei einigen Spielern z.B. des Shooters „Counterstrike“ stehen Teamabsprachen und der sportlichen Wettbewerb im Mittelpunkt des Spielinteresses. Andere Spieler wählen bewusst Shooter aus, in denen Horror und detailliert dargestellte Tötungsvorgänge zentrale Spielbestandteil sind. Um Probleme und Einstellungen von Jugendlichen zu verstehen, ist es von Bedeutung, diese Unterschiede zu berücksichtigen.

[Computer- und Konsolenspiele: Chancen & Risiken]

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"Zu viel Zeit am Bildschirm? Wenn die Faszination am Computerspielen Sorgen macht." Alle Fragen im Überblick:

  1. Muss ich mir Sorgen machen, weil mein Kind mehrere Stunden täglich am Computer spielt?
  2. Computerspielsucht: gibt’s das? Können Medien abhängig machen?
  3. Was macht Computerspielen so reizvoll und welche Computerspiele verführen häufiger zu einer zeitintensiven Nutzung als andere?
  4. Welche Bedeutung haben Online-Gemeinschaften (Clans und Gilden) für Computerspielerinnen und Computerspieler?
  5. Ist es problematisch, wenn mein Kind häufig gewalthaltige Spiele spielt?
  6. Wie kann die Gestaltung des Familienalltages dazu beitragen, dass eine Gefährdung  durch übermäßige Computerspielnutzung vermieden wird?
  7. Wie kann ich herausfinden, ob mein Kind Symptome von Medienabhängigkeit (Computerspielsucht) zeigt?
  8. Was sollte ich vermeiden, wenn mein Kind Anzeichen von „Computerspielsucht“ zeigt bzw. erhebliche Probleme mit der Nutzung von Medien hat?
  9. Wie kann ich meinem Kind helfen, wenn es erhebliche Probleme mit der Mediennutzung hat?
  10. Wie finde ich Beratungs- und Hilfsangebote, wenn mein Kind Symptome von Medienabhängigkeit (Internet-, Computerspielsucht) zeigt?