Wenn Ihr Kind sich immer weiter in die virtuelle Welt zurückzieht, ist es umso wichtiger, das Gespräch mit ihm zu suchen. Dafür ist es wichtig, dass Sie verstehen, was es derzeit hauptsächlich beschäftigt. Lassen Sie sich erklären, welches Spiel es spielt, welche Aufgaben es dort hat und was es dort leistet. Versuchen Sie, seine Faszination zu verstehen und würdigen Sie seine Leistungen in der virtuellen Welt. Diese Leistungen zeigen, dass Ihr Kind Fähigkeiten besitzt (z.B. Konzentrationsfähigkeit, die Fähigkeit, Absprachen einzuhalten), die auch in der realen Welt gebraucht werden. Ermuntern Sie Ihr Kind, diese Fähigkeiten auch im realen Leben zu gebrauchen, z.B. wenn Sie mit Ihm Absprachen über den Medienkonsum treffen.
Wenn es gelingt, Absprachen über den Medienkonsum zu treffen, ist es wichtig, dass diese von beiden Elternteilen konsequent eingehalten werden. Bestätigen Sie Ihr Kind, wenn es den Zeitplan einhält durch positive Konsequenzen und machen Sie ihm auch die negativen Konsequenzen deutlich, die ein Bruch der Vereinbarung hat.
Bieten Sie Ihrem Kind Alternativen zur Mediennutzung an, die es attraktiv findet.
Scheuen Sie sich nicht, auch Unterstützung durch Personen zu suchen und anzunehmen, die sich professionell mit dem Problem beschäftigen. Wenn Ihr Kind nicht akzeptieren kann, dass es Hilfe braucht, dann machen Sie ihm deutlich, dass Sie Probleme mit der aktuellen familiären Situation haben, die Sie ohne seine Mitwirkung nicht lösen können. Sehr häufig kann so die Bereitschaft geweckt werden, gemeinsam eine Beratungsstelle aufzusuchen.
Link zur Eingangsseite Computer- und Konsolenspiele: Chancen & Risiken
_____________________________
"Zu viel Zeit am Bildschirm? Wenn die Faszination am Computerspielen Sorgen macht." Alle Fragen im Überblick: