Vermeiden Sie plötzliche radikale Maßnahmen, wenn Ihr Kind erhebliche Probleme mit einer übermäßigen Nutzung von Computerspielen hat. Es liegt zwar nahe, das Computerspiel generell zu verbieten und zum Beispiel den Computer aus der Wohnung zu verbannen. Eine solche Maßnahme kann zu impulsiven, aggressiven Reaktionen Ihres Kindes führen, da ihm mit dem Entzug des Computerspiels oder eines anderen Mediums möglicherweise die einzige Möglichkeit entzogen wird, mit einem anders gelagerten Problem umzugehen. Solche Verbote führen nicht zur Einsicht des Kindes oder Jugendlichen, dass der Medienkonsum ein Problem für ihre Entwicklung darstellt und dass eine grundlegende Verhaltensänderung ggf. mit Hilfe einer Therapie notwendig ist.
Für die Entwicklung eines Problembewusstseins ist es allerdings erforderlich, die oder den Spielenden mit den negativen Auswirkungen ihrer Mediennutzung zu konfrontieren. Entschuldigen Sie deshalb Ihr Kind nicht bei Dritten mit Ausreden, die seinen Medienkonsum verschleiern sollen. Unterstützen Sie Ihr Kind nicht bei dem Drang, den Computer nicht zu verlassen, indem Sie es dort rundum versorgen.
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"Zu viel Zeit am Bildschirm? Wenn die Faszination am Computerspielen Sorgen macht." Alle Fragen im Überblick: