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Wie kann die Gestaltung des Familienalltages dazu beitragen, dass eine Gefährdung durch übermäßige Computerspielnutzung vermieden wird?
Das Vorbild ist wichtig: Lieblingsmedium nur ausgewählt nutzen
Wenn die ausgedehnte Mediennutzung von Jugendlichen in den Blick gerät, wird häufig vergessen, dass es auch Erwachsenen aller Altersstufen häufig schwer fällt, auf das Lieblingsmedium, z.B. das Fernsehgerät, mehrere Tage zu verzichten. Da Kinder vor allem am Vorbild ihrer Eltern lernen, ist es für ihre Entwicklung förderlich, wenn auch die Eltern ihr Lieblingsmedium nur ausgewählt nutzen und es nicht permanent in Gebrauch haben.
Freiräume und Grenzen der Mediennutzung aufzeigen
Neben der Vorbildfunktion ist es für eine erfolgreiche Medienerziehung von hoher Bedeutung, dass die Eltern und Erziehenden ihren Kindern die Freiräume, aber auch Grenzen der Mediennutzung aufzeigen. Vereinbaren Sie deshalb mit Ihrem Kind klare Regeln (und achten Sie auf deren Einhaltung), welche Medien und Medieninhalte wann und wie lange genutzt werden dürfen. Dies gilt auch für die Nutzung von Computerspielen. Um die Mediennutzungszeiten besser im Blick zu haben und um Kinder nicht zu einem ablenkenden Medienkonsum zu verführen, sollte Kindern auf keinen Fall ein Fernseher in ihr Zimmer gestellt werden. Auch ein eigener Computer im eigenen Zimmer kann zu unkontrollierter Nutzung verführen.
Grenzen für Spielzeiten vereinbaren
Mit dem (zunächst begleiteten) Einstieg in die Computernutzung sollten Kindern zugleich altersangemessene zeitliche Orientierungen gegeben werden. Mit vorher gemeinsam vereinbarten zeitlichen Grenzen haben Kinder und Jugendliche es leichter, eine sinnvolle Nutzung von Computerspielen zu erlernen. Sie erfahren, dass sie selbst die Verantwortung dafür haben, rechtzeitig an einer im Spielverlauf sinnvollen Stelle ein Spiel zu beenden. Wenn Eltern dagegen ein Computerspiel an einer beliebigen Stelle unterbrechen, etwa weil das Kind "kein Ende findet", kann dies dazu führen, dass bestimmte Spielfortschritte verloren gehen. Spielzeitbegrenzung wird dann mit negativen Erfahrungen verbunden.
Unterschiedliche Schul- oder Freizeitverpflichtungen an einzelnen Wochentagen, aber auch die Spieldynamik vieler Computerspiele sprechen dafür, im Rahmen der Vereinbarungen von Spielzeiten vor allem für ältere Kinder und für Jugendliche ein Wochenbudget und keine einheitliche tägliche Höchstgrenze vorzusehen.
Faszination von Computerspielen nachvollziehen
Sie können Streit und Probleme bei der Begrenzung von Spielzeiten leichter vermeiden und die Bedeutung des Computerspielens für Ihr Kind besser verstehen, wenn Sie sich zumindest hin und wieder aktuelle Spiel Ihres Kindes von ihm zeigen lassen und dabei versuchen, die Faszination, die es empfindet, nachzuvollziehen.
Andere Freizeitaktivitäten fördern
Um eine übermäßige Mediennutzung schon im Vorfeld zu vermeiden, sollten Sie außermediale Freizeitaktivitäten Ihres Kindes fördern: Bewegung und frische Luft sind für die Entwicklung von Kindern ebenso wichtig wie musische und kreative Betätigung oder gemeinsames Spielen in der Familie oder mit Gleichaltrigen.
[Computer- und Konsolenspiele: Chancen & Risiken]
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"Zu viel Zeit am Bildschirm? Wenn die Faszination am Computerspielen Sorgen macht." Alle Fragen im Überblick:
- Muss ich mir Sorgen machen, weil mein Kind mehrere Stunden täglich am Computer spielt?
- Computerspielsucht: gibt’s das? Können Medien abhängig machen?
- Was macht Computerspielen so reizvoll und welche Computerspiele verführen häufiger zu einer zeitintensiven Nutzung als andere?
- Welche Bedeutung haben Online-Gemeinschaften (Clans und Gilden) für Computerspielerinnen und Computerspieler?
- Ist es problematisch, wenn mein Kind häufig gewalthaltige Spiele spielt?
- Wie kann die Gestaltung des Familienalltages dazu beitragen, dass eine Gefährdung durch übermäßige Computerspielnutzung vermieden wird?
- Wie kann ich herausfinden, ob mein Kind Symptome von Medienabhängigkeit (Computerspielsucht) zeigt?
- Was sollte ich vermeiden, wenn mein Kind Anzeichen von „Computerspielsucht“ zeigt bzw. erhebliche Probleme mit der Nutzung von Medien hat?
- Wie kann ich meinem Kind helfen, wenn es erhebliche Probleme mit der Mediennutzung hat?
- Wie finde ich Beratungs- und Hilfsangebote, wenn mein Kind Symptome von Medienabhängigkeit (Internet-, Computerspielsucht) zeigt?


