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Risikofaktoren bei den Spielerinnen und Spielern, die die Möglichkeit negativer Auswirkungen von Computerspielgewalt erhöhen
ZUM THEMA "GEWALT IN COMPUTERSPIELEN"
Eigenschaften und soziales Umfeld von Kindern und Jugendlichen und die Wirkung von medialer Gewalt
Eigenschaften von Kindern und Jugendlichen, bei denen negative Auswirkungen von medialen Gewaltdarstellungen am ehesten zu erwarten sind:
- "Männliches Geschlecht (v.a. wegen der Präverenz für violente [Vorliebe für gewalthaltige] Inhalte);
- Alter, in dem violente Handlungsabläufe nachvollzogen und verstanden werden können, es aber noch an einem System von Verhaltensmustern und Wertvorstellungen zu deren Einordnung und Relativierung fehlt;
- aggressive Prädispositionen [Anlage für Aggressivität];
- hoher Risiko- und Erregungsbedarf (Sensation-Seeking);
- soziales Umfeld (Familie, Freundeskreis) mit hohem Medien(gewalt)konsum und ausgeprägtem Gewaltverhalten, das die Angemessenheit in den Medien gezeigter violenter Verhaltensweisen zu bestätigen scheint (Effekt der ´doppelten Dosis`)" (Kunczik/Zipfel, Kurzbericht (2010, S.8).
Als Quintessenz ihrer Auswertung der Studien zur Wirkung von Mediengewalt aus den Jahren 2004-2009 stellen Michael Kunczik und Astrid Zipfel fest, dass der Konsum medialer Gewaltdarstellungen einen Beitrag zur Entstehung einer zur Gewaltanwendung neigenden Persönlichkeit und von gewalttätigem Verhalten leisten kann (wenn auch andere soziale oder Persönlichkeitsfaktoren einen stärkeren Einfluss haben mögen). Umgekehrt beeinflusst die Aggressivität des Medienkonsumenten aber auch die Zuwendung zu gewalthaltigen Medieninhalten. Es ist somit ein Wechselwirkungsprozess zwischen Zuwendung zu und Wirkung von Mediengewalt anzunehmen (vgl. Kunczik/Zipfel, Kurzbericht (2010, S.10).
Quellen/Literatur:
- Kunczik, Michael; Zipfel, Astrid (März 2010): Medien und Gewalt. Befunde der Forschung 2004-2009. Bericht für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Kurzbericht. Berlin.
- Kunczik, Michael; Zipfel, Astrid (März 2010): Medien und Gewalt. Befunde der Forschung 2004-2009. Bericht für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Berlin. (Langfassung)
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