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Jugendgefährdung: Computerspiele & Konsolenspiele
Es gibt eine Vielzahl hervorragender Spiel- und Lernsoftware, die Grundschulkindern unterhaltsame Lernmöglichkeiten bietet. Auch viele Sport- und Simulationsspiele, die Jugendlichen und Erwachsenen Spaß machen, kommen ohne jegliche Gewalt aus.
In anderen Computerspielen spielt aber auch Gewalt als Spielelement eine Rolle. Gewalt kann im Computerspiel aber in sehr unterschiedlichen Formen auftreten. Sie kann sehr abstrakt sein. In manchen Spielen ist kaum erkennbar, welche Wesen die Figuren symbolisieren sollen, die als Gegner gegenüberstehen. Werden diese Gegner besiegt, dann wird dies so abstrakt dargestellt, dass kaum etwas an realen Verletzungen oder reales Sterben erinnert. Andere Computerspiele rufen Verblüffung hervor, weil die Grafik eine unglaubliche Perfektion erreicht hat. Leben und Sterben wirken unglaublich echt.
Bei einer Prüfung des Gefährdungspotentials von Computerspielgewalt für Kinder und Jugendliche ist virtuelle Gewalt, die abstrakt oder komikartig wiedergegeben wird, anders zu bewerten als solche, die detailreich, ausufernd und mit filmischen Darbietungen vergleichbar ist. Es ist auch zu berücksichtigen, wie Gewalt legitimiert wird und ob Menschen oder aber Fabelwesen und Urzeitmonster Opfer der Gewalthandlungen sind. Wer fundierte Aussagen darüber treffen will, ob Gewalt in einem Computerspiel jugendgefährdend ist, muss näher hinschauen. Gewaltdarstellungen sind Teil der Medienwirklichkeit. Sie können für Kinder oder Jugendliche eines bestimmten Alters unproblematisch sein. Aber gerade in einem Medium, in dem der Spieler selbst aktiv wird, kann virtuelle Gewalt auch ein nicht zu unterschätzendes Gefährdungspotential darstellen.
Fünf Leitfragen sollen im Folgenden die Aufmerksamkeit auf die Aspekte von Spielen lenken, die jugendgefährdend wirken können oder aber - wie im letzten hier genannten Punkt - eine jugendgefährdende Wirkung verstärken:
- Sind Menschen, menschenähnliche Wesen oder aber andere Geschöpfe Opfer der virtuellen Gewalt?
- Was ist die Motivation, (ethische) Begründung bzw. Legitimation der virtuellen Gewalt?
- Wird das Computerspiel insgesamt durch Mord- und Metzelszenen geprägt?
- Ist die Darstellung der Gewalt im Computerspiel selbstzweckhaft und detailliert?
- In wieweit wird die Distanzierung vom virtuellen Spielgeschehen vermindert oder gefördert?
Wenn Sie die Informationen zum Thema "Jugendgefährdung und Computerspiele" noch einmal nachlesen wollen oder aber weiteres Wissenswertes zu diesem Thema suchen, dann können Sie folgende Möglichkeiten nutzen:
- Lesen Sie den Aufsatz "Jugendgefährdung und Computerspiele" im Heft 3/2008 des amtlichen Mitteilungsblattes BPjM-Aktuell oder
- laden Sie sich den Aufsatz "Jugendgefährdung und Computerspiele" in einer ausführlicheren Version als PDF-Datei herunter (siehe rechte Spalte dieser Seite).

